meine Bewertung: ★★★⯪☆
Der Jugendroman war für mich vor einigen Jahren ein absoluter Cover-Kauf gewesen, denn mich hat die Aufmachung mit seiner rauen und groben Oberfläche fasziniert.
Wenn man über das Cover streicht und die Augen schließt, hat man das Gefühl, dass einem Sand durch die Finger rieselt. Und auch den Klappentext der Dystopie fand ich spannend und vielversprechend.
Leider war die Geschichte für mich nicht ganz so mitreißend und berauschend, wie ich erwartet hatte.
Schon auf den ersten Seiten hat mich das Grundgerüst und der Aufbau der Story gestört.
Vor allem mit dem Schreibstil der Autorin hatte ich in der ersten Hälfte des Buches so meine Probleme.
Dieser war abgehackt, kindlich und schwer zu lesen, da er eigentlich nur aus den Gedankenfetzen der 15-jährigen Protagonistin Mariana bestand. In meiner Vorstellung hatte ich allerdings mehr ein 12-jähriges Mädchen vor Augen, überfordert und immer mit ihren Gefühlen und Gedanken hin- und herspringend.
Dies empfand ich als sehr mühsam, nervend und anstrengend zu lesen.
Zeitweise habe ich sogar über einen Abbruch des Buches nachgedacht.
Doch im Laufe der Geschichte ist Mariana auf ihrer Reise über sich hinausgewachsen, hat sich durchgebissen und "erwachsener" geworden, was sich widerum wieder im Schreibstil gespiegelt und das Lesen dann doch wesentlich leichter gemacht hat.
Insgesamt hat Sarah Raich in meinen Augen allerdings reichlich Potenzial in ihrem Debütroman verschenkt, denn die Grundidee ist sehr vielversprechend und hätte, gerade auf das Ende hin gesehen, noch mehr Möglichkeiten und einen größeren Spannungsbogen hergegeben.






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