meine Bewertung: ★★★☆☆
Seit 2022 begleitet mich nun schon die Reihe "Bedeutende Frauen, die die Welt verändern"
aus dem Piper Verlag. Und ich liebe diese Romanbiografiereihe, die sich mit starken, intelligenten und innovativen Frauen der Zeitgeschichte befasst. Denn so gut wie Jedem sind diese Damen zumindest vom Namen her bekannt.
Doch kennst du ihre wahre Geschichte?
Rosalind Franklin wurde von ihren Kollegen gerne einmal als biestig, nicht zeitgemäß und seltsam betitelt. Doch eigentlich hatte sie mehr mit den gesellschaftlichen Erwartungen in den 50-iger Jahren
des 20. Jahrhunderts zu kämpfen, die die Rolle der Frau immer noch als Hausfrau und Mutter sah.
Wie viele ihrer Kolleginnen wurde Rosalind Franklin in den Laboren und wissenschaftlichen Fakultäten nicht ernst genommen, dabei hat sie wesentlich zur Erforschung der DNA beigetragen.
Den Nobelpreis dafür haben allerdings ihre männlichen Kollegen heimgetragen.
Der Schreibstil von Petra Hucke ist angenehm zu lesen.
Besonders gut haben mir die wissenswerten Kapitelanfänge gefallen, die mit Erläuterungen von z.B. chemischen Elementen oder bedeutenden Persönlichkeiten versehen sind.
Sehr ungünstig empfand ich dagegen, dass nach Absätzen bzw. Textpassagen, ohne Hinweis für den Leser, ein kompletter Szenenwechsel stattgefunden hat. Teilweise sogar mit extremen Zeitsprüngen.
Das hat mich mehr als einmal verwirrt und irritiert, da dadurch mein Lesefluss und der rote Faden der Geschichte oftmals unterbrochen wurde. Störend fand ich im Nachhinein auch, dass wesentliche Teile der Romanbiografie dieser herausragenden Wissenschaftlerin aus der fiktiven Feder der Autorin stammen.
Zwar wird in dem Personenverzeichnis und im Nachwort darauf hingewiesen, dass z.B. Oliver, Dr. Franklins Kollege und späterer Lebenspartner, fiktiver natur ist, doch war ich dennoch enttäuscht, dass ihre Lebensart und Geschichte so sehr verdreht wurde, um das Buch auszuschmücken.
Der Roman ist daher in meinen Augen nur beschränkt empfehlenswert, wenn man auf einigermaßen korrekte geschichtliche Fakten Wert legt. Als Einstiegsbuch in die Thematik finde ich das Buch aber durchaus lesenwert.






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